Wir kommentieren die Bildungspolitik aus Perspektive einer Fördereinrichtung für Bildung im Berliner Wedding.
Beim jüngsten Fachtreffen sozialer Bildungsträger im Wedding ging es um eine Frage, die viele Einrichtungen im Kiez täglich beschäftigt: Wie lässt sich Kinder- und Familienarmut verhindern, bevor sie entsteht? Zu Gast war im September Victoria Aharonov, Koordinatorin für Kinder- und Familienarmutsprävention im Bezirksamt Mitte.
Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl lud der Medienhof Wedding Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Wahlkreis in den Hinterhof der Prinzenallee ein. Mit Positionslinie, Schnellantwortrunden und Fragetischen wurde aus dem Wahlkampf ein Gespräch auf Augenhöhe, für viele im Publikum das erste direkte Gespräch mit Politikerinnen und Politikern überhaupt.
Im August 2026 kamen die Mitarbeitenden und Helfer*innen von SprInt für drei Tage in Storkow zusammen – zum Weiterbilden, zum Austauschen und zum Nachdenken darüber, was gutes Lernen ausmacht.
„Was willst du später mal werden?“ – Eine Frage, die Jugendliche überall in Deutschland gestellt bekommen. Doch im Berliner Gesundbrunnen klingt die Antwort oft anders als in anderen Berliner Stadtteilen. Hier, zwischen Altbauten mit bröckelnder Fassade und dem pulsierenden Leben auf der Badstraße, kämpfen viele Kinder und Jugendliche mit ungleichen Aufstiegschancen. Ist es wirklich nur eine Frage des Fleißes – oder entscheidet die Postleitzahl über den Bildungserfolg?
Der renommierte Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani stellt in seinem neuen Buch einen alarmierenden Befund: Schulen können ihre traditionelle Rolle als familienergänzende Institutionen nicht mehr erfüllen. Sie müssen „multifunktionaler werden – und damit zum Teil familienersetzend.“ Ein Blick in den Berliner Wedding zeigt: Was der Wissenschaftler fordert, wird hier bereits seit Jahren erfolgreich praktiziert.