Damian ist Unternehmensberater, Marcus Betriebswirt. Und beide arbeiten ehrenamtlich bei SprInt!

 

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„SprInt ist eine einzigartige Sache“ sagt Damian, 53 Jahre alt, Diplom-Physiker, selbstständiger Unternehmensberater und seit zweieinhalb Jahren auch ehrenamtlicher Förderlehrer bei SprInt. „Man sollte das Projekt bundesweit kopieren“ meint er; „die Offenheit und Zwanglosigkeit, mit der hier miteinander umgegangen wird, ist einfach toll. Deshalb kommen die Schüler freiwillig und sind motiviert.“ Ähnlich äußert sich Marcus, 35, studierter Betriebswirt und gebürtiger Berliner, der seit einem halben Jahr bei uns ehrenamtlich Nachhilfe gibt: „Ich hatte das Gefühl, dass es an der Zeit ist, etwas zurückzugeben. Ich will gerne Leute helfen, die nicht die Möglichkeiten haben, die ich hatte.“

Beide kommen an zwei Nachmittagen die Woche zu uns und geben Nachhilfe in Mathe und Physik, manchmal auch in Geschichte und Politik, „je nachdem, was gebraucht wird“ sagt Damian und lacht. Er ist halber Spanier und kennt Multi-Kulti, Marcus ist im Wedding zur Schule gegangen und mit den komplizierten Verhältnissen, die dort herrschen, vertraut.

„Man baut hier eine richtige Beziehung zu den Schülern auf“, sagt Marcus, „mit manchen mache ich jetzt mittlerweile regelmäßig Hausaufgaben. Da fühlt man sich schon ein bisschen wie der große Bruder“. Ähnlich äußert sich Damian: „Die Schüler auf ihrem Weg so zu begleiten, das ist schon etwas ganz Besonderes.“ Auch wenn die Arbeit nicht immer leicht ist: „Es fehlt oft an Grundlagen. Viele beherrschen elementare mathematische Regeln nicht, wie Punkt vor Strich Rechnung oder einfache Bruchrechnung, das muss man erst einmal alles erklären und vertiefen. Wir arbeiten hier teilweise Versäumnisse auf, die jahrelang in der Schule oder zuhause gemacht wurden“. Dennoch fällt er ein positives Urteil: „Die Schüler machen schnell Fortschritte. Sie wissen, dass sie herkommen können und Hilfe kriegen, wann immer sie sie brauchen, und niemand ausgeschlossen wird, wenn er mal keine Zeit hat und nicht vorbeikommt.“

„Unser Angebot ist niedrigschwellig“ sagt SprInt Leiter Herbert Weber, „das heißt, dass unsere Türen allen offen stehen, die zu uns kommen wollen. Kostenlos und flexibel. Seien wir ehrlich: Anders würde man die Jugendlichen hier im Kiez auch gar nicht erreichen. Auf Druck, Zwang, feste Termine reagieren sie eher allergisch. Also haben wir aus der Not eine Tugend gemacht. Und seitdem rennen sie uns die Türen ein; vor dem Ausbruch des Coronavirus sind wir kaum noch hinterher gekommen.“ Deswegen ist Herbert um jede Hilfe dankbar, die unser Projekt erhält. Zumal unser Budget nur auf Sparflamme läuft und wir in den letzten Jahren immer wieder um das finanzielle Überleben unseres Projektes kämpfen mussten: „Ich finde es einfach klasse, dass Damian und Marcus uns ehrenamtlich unterstützen und ihre ohnehin schon knapp bemessene Freizeit dafür opfern, anderen zu helfen. Beide sind tolle Lehrer und tolle Menschen und die Schüler kommen gerne zu ihnen. Ich glaube, dass es für die Schüler auch hilfreich ist, sich mal mit Menschen aus der Wirtschaft zu unterhalten, die ihren Weg schon erfolgreich gegangen sind und damit als Vorbilder fungieren und ihnen den ein oder anderen Ratschlag für ihre berufliche Zukunft geben können.“ Dem ist nichts hinzuzufügen, außer: Tausend Dank an Damian und Marcus!

Damian

Auf den Bildern zu sehen sind unsere beiden Ehrenamtler Marcus und Damian.

 

 

Damit wir auch in Zukunft den Schülern helfen können, benötigen wir Ihre Spende. Bitte unterstützen Sie uns unter: https://www.betterplace.org/de/projects/5160-bildungsforderung-sprint-eine-bessere-zukunft-fur-kinder-durch-bildung

 

Der Artikel stammt von Leo Keutner, Öffentlichkeitsarbeit SprInt.

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