Hausaufgabenhilfe im Homeoffice – geht das überhaupt? (Spoileralarm: Ja, es geht)

 

alt-text

Gespenstische Stille im Medienhof-Wedding. Wo sonst Dutzende Schüler aufeinander hocken und lernen, schleichen gerade nur zwei maskierte und behandschuhte Herren mittleren Alters durch die Räume. Einbrecher? Nein, es handelt sich zum Glück bloß um Herbert, Projektleiter, und Carsten, Koordinator. Sie bereiten unsere Räumlichkeiten auf die Zeit vor, wenn unsere Türen wieder geöffnet sind. Das heißt: Tische und Stühle auseinanderrücken, Desinfektionsspray bereitstellen, Mundschutze bestellen. Ende April wird unsere kleine Bildungseinrichtung mit einem reduzierten Angebot vor Ort ausschließlich für Abiturienten und MSA-Absolventen wieder an Start gehen, alle anderen bekommen weiterhin digitale Betreuung. Aber funktioniert das überhaupt?

Ja. Denn wir haben ein digitales rundumsorglos Paket geschnürt: Die Schüler können sich per Email, WhatsApp oder Telefonanruf melden und bekommen dann einen unserer dreißig Förderlehrer zugeteilt, der ihnen bei den Hausaufgaben hilft. In Zeiten von Videotelefonie und Fotohandys funktioniert dies zum Glück (fast) so effektiv wie die Arbeit vor Ort.

Abiturientin Samar (19) ist froh, dass unsere Unterstützung in diesen schweren Zeiten nicht wegbricht: „Ich muss jetzt Prüfungen in Englisch, Politik, Mathe, Sport und Darstellendem Spiel ablegen. Ehrlich gesagt, bin ich deswegen schon ein wenig nervös und ich bin ehrlich erleichtert, dass wir trotz Corona weiterhin Hilfe von SprInt bekommen, obwohl gerade alles so chaotisch läuft.“

Ähnlich beurteilt Förderlehrer Lars die Situation: „Nachhilfe lässt sich auch digital geben. Wir telefonieren mit den Schülern oder sind ihnen per Video zugeschaltet. Sie bearbeiten ihre Aufgaben und schicken uns diese dann per Mail zu, das funktioniert ganz gut. Aber natürlich freue ich mich, wenn die Lage sich beruhigt hat, und wir alle wieder gemeinsam vor Ort arbeiten können.“

Dies wird wohl leider noch eine Weile dauern. Aber das verschlankte Angebot für Abiturienten ist schon mal ein erster Schritt in diese Richtung. Bis dahin heißt es weiter Hausaufgabenhilfe im Homeoffice! Klappt ja auch ganz gut.

 

Koordinator Carsten, schützt sich und andere

 

Damit wir auch in Zukunft den Schülern helfen können, benötigen wir Ihre Spende. Bitte unterstützen Sie uns unter: https://www.betterplace.org/de/projects/5160-bildungsforderung-sprint-eine-bessere-zukunft-fur-kinder-durch-bildung

 

Der Artikel stammt von Leo Keutner, Öffentlichkeitsarbeit SprInt.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare