Chance auf neues Bildungszentrum in Berlin-Wedding
Berlin-Wedding, 14. April 2026 – von Herbert Weber

In der historischen Wiesenburg könnten Weddinger Kinder für die Zukunft lernen. (Fotos: SprInt)
Schon 2028 könnte es losgehen: Die Sprach- und Bildungsförderung SprInt, die bildungsbenachteiligte Kinder aus dem Wedding seit Jahren erfolgreich fördert, hat die Chance, einen zweiten Standort zu eröffnen.
In der historischen Wiesenburg an der Panke, inmitten einer sozial schwierigen Lage und einer desolaten Bildungssituation, soll ein neues Bildungszentrum entstehen. Es könnte ein Ankerpunkt für bessere Bildungschancen und sozialen Aufstieg werden. Dafür sucht SprInt nun eine Stiftung oder andere bildungsinteressierte Sponsoren, die das Projekt ab 2028 für fünf Jahre ideell und finanziell unterstützen wollen.
Der Bedarf ist groß – viele Berliner Schülerinnen und Schüler, insbesondere aus dem Wedding, hängen im Leistungsvergleich hinterher. Ihnen fehlen wichtige Fähigkeiten in Mathematik und Deutsch. Gerade die eingeschränkte Lese- und Schreibfähigkeit in Deutsch führt auch in anderen Fächern zu Verständnisausfällen und schlechten Schulleistungen. SprInt fokussiert sich deshalb besonders auf kombinierte Fach- und Sprachförderung, damit die jungen Menschen die Schulmaterialien besser verstehen können und sich fachsprachlich auszudrücken lernen. So werden Bildungschancen Realität.
Das Konzept ist erfolgreich und bewährt. Viele Schülerinnen und Schüler mit Migrationsgeschichte sind zwar bildungsmotiviert, können aber in ihren Familien bisher wenig unterstützt werden. Sie verbessern mit der individuellen, kostenlosen SprInt-Förderung ihre Noten und nehmen nach der Schule erfolgreich ein Studium oder eine Ausbildung auf. Jedes Jahr besuchen mehr als 1000 Kinder und Jugendliche den bisher einzigen Standort Medienhof Wedding. Viele kommen täglich, einige übernehmen später selbst Verantwortung als Förderlehrkräfte oder in Projektleitungen.
Neues Konzept, verlässliche Kooperationen
In der Wiesenburg will SprInt einen neuen Ansatz verwirklichen. Die offene Nachhilfe soll durch gezielte Lern-Tandems ergänzt werden. Das Konzept sieht vor, dass lernmotivierte Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Weddinger Schulen Lernpatenschaften mit studentischen oder ehrenamtlichen Förderlehrkräften eingehen. Diese Tandems treffen sich dann mindestens zweimal pro Woche im neuen Bildungszentrum, wo Material, Arbeitsplätze und Computer zur Verfügung stehen.
Eine wissenschaftliche Kooperation ergänzt das Konzept: Eine Professorin der Freien Universität Berlin, mit der SprInt schon jetzt eng kooperiert, könnte den Lernprozess evaluieren, das Sprachförderzentrum Mitte würde seine pädagogische Expertise beisteuern und die Medienplattform Sofatutor stellt in Aussicht, kostenlose Lernzugänge anzubieten. Im Kiez unterhält SprInt bereits langjährige Kooperationen mit Schulen und anderen gemeinnützigen Organisationen.
Der erste Schritt für „Wiesenburg 2028“ ist bereits getan: Die DEGEWO ist bereit, für SprInt ein Bildungszentrum in die historische Wiesenburg zu bauen und es besonders günstig zu vermieten. Um dieses Projekt zu stemmen, sucht SprInt nun dringend eine Stiftung, eine Firma, einen gemeinnützigen Träger oder private Spenderinnen und Spender, die sich mindestens fünf Jahre lang an diesem Projekt beteiligen möchten. Neben der finanziellen Förderung könnte eine Stiftung oder eine Firma auch selbst die attraktiven Räume in dem denkmalgeschützten Bau nutzen und mit eigenen Projekten an das schon vorhandene Potenzial andocken.
Bewährte Förderung, sparsame Mittelverwendung
Seit 20 Jahren weiß SprInt, mit wenig Geld viel Förderung anzubieten. Das bestehende Angebot im Medienhof ersetzt keinen Schulunterricht, stellt aber eine bewährte und kosteneffiziente Ergänzung dar. Im Bildungszentrum Wiesenburg soll dieses Konzept weiterentwickelt werden – für ein jährliches Budget von nur 80.000 Euro. Zeitlich ist das Projekt mit der DEGEWO auf mindestens fünf Jahre ab 2028 angesetzt; eine Verlängerung wird angestrebt. Sollte sich bis zum Sommer allerdings keine Kooperation abzeichnen, muss die SprInt gGmbH auf diese weitere Fördermöglichkeit für Kinder aus dem Wedding an einem zweiten Standort verzichten.
Falls Sie sich als Stiftung, Firma oder gemeinwohlorientierte Privatperson für eine Zusammenarbeit an diesem Ort interessieren und entsprechende Kooperationsmöglichkeiten ausloten wollen, melden Sie sich gerne. Eine Förderung ist als regelmäßige Zuwendung, als einmalige Förderung oder in anderen Formaten denkbar.
Wir würden uns auch über Resonanz von Journalistinnen und Journalisten freuen, die diese neue Bildungsmöglichkeit im sozial benachteiligten Wedding der Öffentlichkeit ins Bewusstsein bringen wollen. Am 29. April von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr wird es eine Begehung des Geländes geben, zu der Interessierte aus Presse und Zivilgesellschaft herzlich eingeladen sind. Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen stets telefonisch und per Mail zur Verfügung.
Kontakt
Sprach- und Bildungsförderung SprInt gGmbH
Herbert Weber (Geschäftsführer)
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