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Spendenaufruf

Die Schülerinnen und Schüler aus dem Soldiner Kiez brauchen Unterstützung für Sprachförderung und Fachnachhilfe!

Spendenkonto:

RAA-Berlin
Spendenzweck: Förderunterricht Sprint
Dresdner Bank Berlin
Konto: 0672143600
BLZ: 120 800 00
    
Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.

Gliederung der Lerneinheiten

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1. Aktivierung des Vorwissens

Bevor man in das Thema einsteigt, sollte das Vorwissen der Schüler aktiviert, überprüft und möglichst auf einen Stand gebracht werden. Die Schüler sind dann in der Lage, an vorhandenes Wissen anzuknüpfen. Außerdem wird durch den persönlichen Bezug das Interesse an dem Thema geweckt. Hierfür eignen sich verschiedene Methoden:

 

-   Mind-map (Lehrer gibt einen Begriff vor und die Schüler überlegen in Gruppen oder im Plenum, welche Begriffe ihnen zu dem Oberbegriff einfallen. Hierzu wird ein „Wortnetz“ erstellt.)

-  Fotos/Bilder beschreiben, Assoziationen

-  Bilderbuffet (Die Schülerinnen und Schüler erhalten Bilder, die möglichst wenig mit dem neuen Reihenthema zu tun haben. Sie können eines auswählen, das bei ihnen Assoziationen zum Unterrichtsgegenstand hervorruft. Reihum stellt anschließend jeder Schüler das von ihm gewählte Bild vor, erklärt seine Wahl und erläutert seine Assoziationen)

-   Blitzlicht (Nacheinander äußern sich alle Teilnehmer kurz zu einer Fragestellung, ohne dass dies von den anderen Teilnehmenden oder der Lehrkraft kommentiert wird.)

-  Visualisierungen, Bildverstärker, Statistiken (Schüler bekommen je ein Bild mit einer knappen Information; nach der Kugellagermethode müssen sie sich diese Bilder gegenseitig erklären.)

 

2. Textverständnis

Beim Schritt von der Vorentlastung zur Textarbeit ist es wichtig, die Schüler von einem globalen zu einem selektiven Textverständnis zu führen und in diesem Prozess Hilfestellungen zu geben. Daher ist es sinnvoll, zunächst erste Leseeindrücke zu sammeln (Um welche Art Text handelt es sich? Was sagt dir die Überschrift? Was wird durch die begleitenden Zeichnungen ausgedrückt? Wirken sie nur illustrierend oder geben sie Sachinformationen? Welche Kernbegriffe tauchen im Text häufig auf?). In einem weiteren Schritt werden dann bestimmte Informationen erfasst.

 

  1. erste Leseeindrücke sammeln
  2. bestimmte Informationen erfassen
  3. Über das Thema spekulieren
  4. Zwischenüberschriften zu Absätzen verfassen
  5. Fragen an den Text stellen – Von der Klasse beantworten lassen
  6. Ankreuzquiz zum Text vom Lehrer
  7. Wortliste zum Textverständnis
  8. Strukturbilder zum Text
  9. Visualisierungen zum Text (Schüler malen beschriebenen Gegenstand)
  10. Text in eigenen Worten zusammenfassen (auch Lernsicherung/Anwendung)

 

Hilfreich bei der Textentlastung ist die Fünf-Schritt-Lesemethode nach Leisen (Überblickslesen, selektives Lesen, zusammenhängendes Lesen).

 

3. Wortschatzarbeit

Beim Lesen tauchen sicherlich unbekannte Wörter auf, deren Bedeutung möglichst einfach und nachhaltig vermittelt werden soll. Dabei ist es wichtig, auf folgende Punkte zu achten:

 

-                   Die Wortschatzarbeit kann vor, während oder nach der Arbeit mit einem Text passieren. Sie dient im Grunde auch der Textentlastung, kann darüber hinaus aber einen Fachwortschatz aufbauen.

-                   Zu unterscheiden sind Wortlisten, die allgemein schwierige Wörter beinhalten und nur dem spezifischen Textverständnis dienen sowie Lernkarten, die einen Fachwortschatz aufbauen, der mit anderen Fachgebieten verbunden ist.

-                   Die unbekannten Fachwörter sollten in einen Kontext eingebettet werden, was durch Lernkarten geschieht

-                   SOS-Methode (Sammeln-Ordnen-Systematisieren)

 

Zur Erklärung können folgende Techniken genutzt werden:

-                   Zuordnungen

-                   Definitionen/ Erklärungen

-                   Synonyme, Antonyme

-                   Beispiele

 

Ist der neue Wortschatz erschlossen, muss er gefestigt werden. Hierzu gibt es viele verschiedene Techniken, z.B.:

-                   Austauschübungen

-                   Wortfeldaufgaben

-                   Kreuzworträtsel

-                   buchstabenvermischte Fachwörter zu richtigen Wörtern umstellen

-                   Lernkarten

-                   Kartenspiele (Memory, Domino, Quartett)

-                   Wortschatzspiele (Kim-Spiele, heißer Stuhl, Hangman, Angelspiel, Rückendiktat)


4. Verständnis sicherstellen in Arbeitsblättern

Wenn der Wortschatz vollständig erschlossen ist, muss die Verbindung zwischen fachlichen Inhalt und korrekt angewandter Fachsprache geübt werden. Es sollte sich dabei stets um eine Kombination aus sprachlichen und inhaltlichen Komponenten handeln. Anders als bei Wortschatzübungen geht es hierbei um Satz- und Textstrukturen.

 

Einige Techniken hierfür sind:

-                   Lückentext für Satzteile, Proformen, Konnektoren

-                   Satzteile verbinden/umstellen. Lernrollen

-                   Arbeiten mit Satzmustern

-                   Zuordnungen

 

5. Anwendung

In einem letzten Schritt müssen die Schüler das Gelernte aktiv anwenden. Nur so kann tatsächlich sichergestellt werden, dass die neuen Informationen verstanden wurden und auch auf andere Bereiche übertragen werden können. Die Anwendung sollte immer mit schriftlichen oder sprachlichen Äußerungen verbunden sein.

 

Aufgabenbeispiele sind:

-          Lernplakat erstellen und Vortrag dazu halten

-          Referat halten (Expertengruppen bilden und gegenseitig informieren)

-          Umwandlung in andere Darstellungsformen (Statistik, Comic, Theaterstück, Zeitungsartikel, Lied, Bild)

-          Experteninterview spielen/ Dialoge

-          Spiele entwerfen zum Thema (bsw. Würfelspiel, Activity-Spiel)

-          Soziogramm oder Strukturbild zum Thema entwerfen und kommentieren

-          Schriftliche Zusammenfassungen/ Schreibwerkstatt

 

6. Informationsmaterial für die Lehrer

Zusätzlich zu dem Arbeitsblättern sollen die Lehrer Anleitungen erhalten, wie und mit welchem Ziel das Material im Unterricht eingesetzt werden kann. Das Material muss so konzipiert sein, dass es ohne großen Aufwand niveauübergreifend (Binnendifferenzierung!) einsetzbar ist. Die Erklärungen für die Lehrer sollen knapp formuliert und leicht verständlich sein.

 

Hier soll auf folgende Punkte eingegangen werden:

-          Aufbau der Unterrichtseinheit; Lernziele und Kompetenzgewinn

-          Methodenvorschläge

-          Erläuterungen zu Materialien und Übungen

-          Spielanleitungen

-          binnendifferenzierter Einsatz des Materials

-          weiterführende Literatur/Links im Internet

 

Viel Spaß und viel Erfolg beim Erstellen der Materialien!


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